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Église catholique Saint-Maximin à Thionville

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Église catholique Saint-Maximin à Thionville

Vor Ihnen erhebt sich die imposante Kirche Saint-Maximin, leicht zu erkennen an ihrer hellgelben Fassade mit zwei achteckigen Türmen und den markanten, grün angelaufenen Türen - einfach geradeaus schauen, dann steht sie genau vor Ihnen.

Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor dieser Kirche im Herzen von Thionville, und hinter den schweren Steintüren verbirgt sich beinahe ein ganzes Jahrtausend Geschichte. Aber wussten Sie, dass an diesem Ort nicht immer so ein majestätisches Gotteshaus stand? Ursprünglich, fast unscheinbar, begann alles um das Jahr 930, als die einzige Pfarrgemeinde von Thionville noch der mächtigen Abtei Saint-Maximin in Trier unterstellt war - bereits damals eine extrem wichtige Institution für die Region. Man sagt, dass die erste Kirche Saint-Maximin im zwölften Jahrhundert entstand, aber nicht an dieser Stelle, sondern wenige Straßen weiter, dort, wo heute die Rue Brûlée verläuft. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1493 - hören Sie das leise Knistern der Flammen und panische Stimmen in der Ferne? - musste sie neu erbaut werden, diesmal an diesem Platz.

Doch die Kirche war häufig zu klein, um all die Gläubigen zu fassen. Die Menschen drängten sich, besonders zu den großen Festtagen, Schulter an Schulter, alt und jung, arm und reich. Im 18. Jahrhundert gab es darum laute Diskussionen im Stadtrat - und hitzige Streitgespräche mit den fernen Äbten in Trier, die nicht zahlen wollten. Erst nach jahrelangem Ringen - und mit einigem Schuldenmachen - bekam der messinische Architekt Le Brun 1756 grünes Licht für die Planung. Die Bauarbeiter Cuny Meaux und Nicolas Geisler arbeiteten Tag und Nacht, bis 1759 endlich der letzte Stein gesetzt und der riesige Bau in nur drei Jahren vollendet war. Wenn diese Wände sprechen könnten, würden sie von Hammerschlägen, Hufgetrappel und freudigem Lachen erzählen! Im Jahr darauf wurde sie feierlich geweiht - und die Gemeinde atmete auf.

Aber die Geschichte geht weiter: Als Thionville 1870 belagert und bombardiert wurde, donnerte es hier lauter als je zuvor. Die Kirche war schwer beschädigt, Fenster klirrten, Steine splitterten, das Leben stand still. Nach der Wiederherstellung und der erneuten Weihe 1883 bekam sie ein neues, beeindruckendes Sakristei-Kreuz im Chor - und wurde fortan wie ein Schatz behandelt. Das blieb sie auch, besonders als sie 1984 als Monument historique ausgezeichnet wurde.

Ein Blick hinein verrät noch mehr Geheimnisse: Am 7. Januar 2024 wurde hier ein neuer Altar geweiht - bestückt mit Reliquien von fünf Heiligen, darunter Maximin selbst, die heilige Klara, Eustachius, Augustinus und der Heilige Bernhard von Corleone. Man spürt beinahe die Ehrfurcht der Gläubigen dieser Stadt, die sich rund um diesen Altar versammeln.

Doch ein echtes Wunderwerk verbirgt sich auf der Empore: die berühmte Orgel. Schon im 16. Jahrhundert hallten Orgelklänge durch die Kirche, doch das Instrument wurde immer wieder erneuert und erweitert. Mal bauten Orgelbauer wie Legros, mal Tüftler wie Dondaine aus alten Teilen etwas völlig Neues. Die Orgel überstand Kriege, Revolution und die Mode der Jahrhunderte. Bis ins 20. Jahrhundert baute beinahe jede Generation daran herum - neue Pfeifen, neue Klangfarben, eine elektrische Windversorgung, ein komplett neues Übertragungssystem für die Tasten. Die Handwerker ersetzten nach dem Krieg sogar verschwundene barocke Ornamente, Musik-Trophäen und andere Dekorationen. Als sie 1969 schließlich von Alfred Kern restauriert und auf den historischen Klang des 17. Jahrhunderts zurückgestellt wurde, war sie ein echtes Gesamtkunstwerk: 4.500 Pfeifen, drei Manuale, ein beeindruckender Pedalbereich mit tiefsten Tönen, die bis in die Magengrube fahren. Seitdem ist Raphaële Garreau de Labarre die offizielle Organistin, und manchmal - wenn Sie Glück haben - hören Sie ihre Hände über die Tasten fliegen und das Kircheninnere erbeben.

Nicht zu vergessen: die sechsstimmige Glocke von Saint-Maximin! Diese kolossalen Instrumente wurden 1921 in der berühmten Farnier-Gießerei gefertigt. Die größte, „Maximinus“, bringt mit über fünfeinhalb Tonnen fast den ganzen Turm zum Beben, wenn sie schlägt - stellen Sie sich vor, wie dieses tiefe Donnern einst die Menschen schon von Weitem nach Hause rief!

So steht Saint-Maximin vor Ihnen als stummer Zeuge glanzvoller Zeiten und tiefer Krisen, durchzogen von Können, Mut und immer wieder neuer Hoffnung. Drehen Sie sich ruhig einmal um und stellen Sie sich vor, wie Generationen vor Ihnen, in strömendem Regen, brennender Sonne oder dunkler Nacht, genau diesen Platz mit Leben, mit Sorgen, mit Gebeten erfüllt haben.

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Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
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Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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