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Museum of the Diocese of Cuneo

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Museum of the Diocese of Cuneo
Diözesanmuseum San Sebastiano
Diözesanmuseum San SebastianoPhoto: Sonia Ponzo, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Cropped & resized.

Das Diözesanmuseum San Sebastiano erkennen Sie an seiner schlichten, hell verputzten Fassade mit schmiedeeisernen Balkonen, die direkt an die markante rosa Steinfassade einer Kirche mit einer großen Bogennische und einer Heiligenstatue grenzt. Hinter diesen Mauern verbirgt sich eine Geschichte von unglaublichem Mut und dem ewigen Ringen, das Überleben und die Seele dieser Stadt gegen alle Widerstände zu verteidigen.

In den dunkelsten Stunden von Cuneo traten die Bruderschaften der Stadt auf den Plan, insbesondere die sogenannten Battuti Bianchi, deren Mitglieder in weiße Kapuzengewänder gehüllt waren, um in völliger Anonymität und christlicher Demut zu helfen. Ursprünglich kümmerten sie sich um erschöpfte Pilger. Doch als im sechzehnten Jahrhundert die Pest wütete, änderte sich alles, und die Straßen füllten sich mit unerträglichem Leid.

Werfen Sie einen kurzen Blick auf Ihren Bildschirm, um ein besonderes Gemälde aus dem siebzehnten Jahrhundert zu betrachten. Es zeigt den Heiligen Sebastian, der die Stadt wie ein menschlicher Schild vor einem tödlichen Pfeilregen schützt, eine zutiefst emotionale Metapher für die unerbittliche Seuche. Inspiriert von diesem Schutzpatron übernahmen die weiß gekleideten Brüder eine entsetzliche Aufgabe. Sie trugen die Infizierten in die Lazarette und begruben die Toten. Sie arbeiteten oft tief in der Nacht, um unter der ohnehin schon terrorisierten Bevölkerung keine weitere Panik zu schüren. Ihre weißen Gewänder boten dabei eine rein illusorische Barriere gegen die tödliche Krankheit.

This 17th-century painting depicts scenes from the life of Saint Sebastian, who was venerated as a protector against the plague and is often shown shielding the city from deadly arrows.
This 17th-century painting depicts scenes from the life of Saint Sebastian, who was venerated as a protector against the plague and is often shown shielding the city from deadly arrows.Photo: Marc Tanzi, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Cropped & resized.

Der verborgene Preis für diese Hingabe war absolut verheerend. Die Archivregister der Bruderschaft offenbaren, dass während der Höhepunkte der Epidemie die Sterblichkeitsrate unter den Helfern so unfassbar hoch war, dass sie kaum noch Männer fanden, die kräftig genug waren, um die Tragen zu heben. Die Gruppen wurden durch die Krankheit so stark dezimiert, dass sich die Bruderschaften von San Giacomo und San Sebastiano aus purer Verzweiflung zusammenschließen mussten, nur um ihre barmherzige Mission überhaupt fortsetzen zu können. Sie opferten sich selbst, damit Cuneo überleben konnte.

Fast vierhundert Jahre später drohte diesem historischen Zufluchtsort selbst die vollständige Vernichtung. In den späten neunzehnhundertsiebziger und achtziger Jahren stürzte ein Teil des Daches ein. Trümmer fielen in das Kirchenschiff, den großen zentralen Hauptraum der Kirche, und verfehlten historische Kunstwerke nur haarscharf. Einige Politiker wollten das baufällige Gebäude einfach abreißen, um Platz für moderne Stadtentwicklung zu machen. Doch eine hartnäckige Gruppe lokaler Historiker spannte behelfsmäßige Planen über das aufgerissene Dach und kämpfte unerbittlich für den Erhalt. Ihre heldenhafte Rettungsaktion führte schließlich zu einer umfassenden Restaurierung, bei der sogar völlig vergessene mittelalterliche Fresken unter altem Putz entdeckt wurden.

Wenn Sie das Museum von innen bewundern möchten, beachten Sie bitte, dass es von Freitag bis Sonntag geöffnet und an den restlichen Wochentagen geschlossen ist. Die weißen Kapuzen der Brüder verblassen nun langsam in der Geschichte, während wir uns einem überragenden Symbol des bürgerlichen Stolzes nähern, dem Bürgerturm, der nur drei Gehminuten entfernt ist.

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format_quote Diese Tour war eine großartige Möglichkeit, die Stadt zu sehen. Die Geschichten waren interessant, ohne zu konstruiert zu wirken, und ich liebte es, in meinem eigenen Tempo erkunden zu können.
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format_quote Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
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