Und damit... sind wir am Ende unseres Spaziergangs angekommen.
Hameln hat sich unterwegs hoffentlich als mehr gezeigt als nur die Kulisse für das Lied vom Rattenfänger. In Fachwerkhäusern, also diesen Holzbauten mit sichtbaren Balken, in abgetretenem Stein, in Museumsräumen, in den Mühlkanälen, also den Wasserläufen für die Mühlen, und im ruhigen Auftreten der öffentlichen Gebäude merkt man: Vergangenheit wird hier nicht einfach abgestellt wie ein alter Koffer. Sie wird geflickt, diskutiert, geschützt und weitergegeben.
Hinter den hübschen Fassaden liegen Schichten aus Verlust, Stolz, Vorsicht und so einer bodenständigen Nachbarschaftstreue. Die Leute haben wieder aufgebaut, was ging, verteidigt, was wichtig war, und die Geschichten weiter erzählt, die dem Ort seine Form geben. Für eine Stadt ist das eine ganz ordentliche Leistung.
Wenn Sie nun weiterziehen, achten Sie auf das leise Murmeln der Straßen, den Duft von Kaffee und altem Holz, und darauf, wie Geschichte aus einer Tür oder einem Fensterrahmen hervorblinzelt. Nehmen Sie den Gedanken mit: Eine Stadt lebt nicht nur durch das, was stehen bleibt, sondern durch das, was ihre Menschen bewusst weitertragen.


