
Doch als das Römische Reich verblasste und die Jahrhunderte ins Mittelalter übergingen, beanspruchten die Bürger diese Bäder für sich, und aus den dunklen, dampfenden Ruinen entstand eine ganz andere Geschichte. Haben Sie schon einmal vom Bahkauv gehört? Die Einheimischen übersetzten es als Bachkalb. Der Legende nach lauerte dieses schreckliche Wesen - ein massives Kalb mit scharfen Zähnen und einem schuppigen Schwanz - tagsüber in den warmen, schattigen Abwasserkanälen der Thermalbäder. Doch nachts kroch das Monster in die Gassen. Es wartete auf betrunkene Männer, die von den Tavernen nach Hause torkelten, sprang auf ihre Schultern und zwang sie, es zu tragen. Das Biest wurde unerträglich schwer, wenn das arme Opfer zu beten begann, aber es wurde sofort leichter, wenn der Mann anfing zu fluchen. Historiker vermuten, dass dieser Mythos nur eine clevere, gesichtswahrende Ausrede war, die sich lokale Ehemänner ausdachten, die ihr ganzes Geld verspielt hatten und einen fantastischen Grund brauchten, warum sie völlig erschöpft und mit leeren Taschen nach Hause kamen. Es zeigt brillant, wie die arbeitende Bevölkerung der Stadt ihre eigene lebendige, schelmische Identität direkt über die strengen kaiserlichen römischen Fundamente webte. Sie können tatsächlich sehen, wie die Stadt diese lokale Legende später ehrte, indem Sie das Vorher-Nachher-Bild auf Ihrem Gerät betrachten, das den skurrilen Bahkauv-Brunnen aus Bronze zeigt, der zwischen 1880 und 1920 vor dem Grand Hotel hinzugefügt wurde. Von diesen trüben mittelalterlichen Mythen wandelte sich das Kaiserbad schließlich im achtzehnten Jahrhundert zu einem Leuchtturm des raffinierten bürgerlichen Lebens und zog elegante Aristokraten und sogar den berühmten Abenteurer Giacomo Casanova in seine luxuriösen privaten Wannen. Heute bietet der moderne Komplex an diesem Standort moderate Preise und ist bis elf Uhr abends geöffnet, am Wochenende sogar bis ein Uhr morgens, falls Sie selbst in das Wasser eintauchen möchten. Aber lassen Sie uns jetzt die großen Badehallen hinter uns lassen und einen kurzen einminütigen Spaziergang zum Couven Museum machen, um genau zu sehen, wie diese elegante Gesellschaft des achtzehnten Jahrhunderts hinter verschlossenen Türen lebte.

But as the Roman empire faded and the centuries rolled into the Middle Ages, the local citizens claimed these baths for themselves, and the dark, steaming ruins birthed an entirely different kind of story. Have you ever heard of the Bahkauv? Locals translated it as the brook calf. According to legend, this terrifying creature... a massive calf with sharp teeth and a scaly tail... lurked during the day in the warm, shadowy wastewater canals of the thermal baths. But at night, the monster would creep out into the alleys. It waited for drunken men stumbling home from the taverns, leaping onto their shoulders and forcing them to carry it. The beast would grow unbearably heavy if the poor victim started to pray, but it would instantly become lighter if the man began to swear.
Historians suspect this myth was just a clever, face-saving excuse invented by local husbands who had gambled away all their money and needed a fantastical reason for arriving home utterly exhausted with empty pockets. It brilliantly shows how the working people of the town wove their own vibrant, mischievous identity right over the strict imperial Roman foundations. You can actually see how the city later honored this local legend by checking the before and after image on your device, showing the whimsical bronze Bahkauv fountain that was added in front of the grand hotel between 1880 and 1920.
From those murky medieval myths, the Kaiserbad eventually transformed into a beacon of refined bourgeois living in the eighteenth century, drawing elegant aristocrats and even the famous adventurer Giacomo Casanova to its luxurious private tubs. Today, the modern complex on this site offers moderate prices and stays open until eleven at night, and even until one in the morning on weekends, if you want to soak in the waters yourself. But for now, let us leave the grand bathing halls behind and take a brief one-minute walk to the Couven Museum, to see exactly how that elegant eighteenth-century society lived behind closed doors.


