Vor dir siehst du eine grüne Oase mit großen Bäumen, einem geschwungenen Weg und einem Schild mit der Aufschrift „Square de la Motte“ - einfach nach dem kleinen Zaun und den Steinblöcken links schauen, dann kannst du ihn nicht verfehlen!
Stell dir vor, du spazierst jetzt durch den Square de La Motte - den vielleicht entspanntesten Ort im ganzen Trubel der Stadt. Die Vögel zwitschern, der Wind raschelt in den hohen Baumkronen, und du stehst genau dort, wo sich schon seit dem 17. Jahrhundert Menschen zum Flanieren trafen! Damals, als es noch keine Handys und keine Selfies gab, war dies die „Promenade de La Motte“, direkt über dem Fluss Vilaine. Fein angezogen schlenderten die Leute langsam entlang, hielten ein Schwätzchen, und Kinder versuchten, ihre Eltern zu überreden, noch ein bisschen länger zu bleiben. Vielleicht hatten sie auch ein Geheimnis zu erzählen - oder einfach Lust, mit lauter Stimme durchs Grün zu rufen.
Im Jahr 1829 wurde hier sogar ein riesiges, prachtvolles Treppenhaus gebaut - als Statussymbol und natürlich als perfekte Bühne für alle „Ich-bin-der-Held-der-Stadt“-Momente. Später, 1901, wurde die Treppe aber einfach abgebaut und an den Thabor-Park am Südeingang versetzt. Da muss man sich mal vorstellen, wie die Nachbarn geguckt haben, als plötzlich eine Treppe verschwindet!
Auf der Ostseite steht als stiller Zeuge die Statue für das gefallene 41. Infanterieregiment - 1951 von Pierre Thézé geschaffen. Wenn du magst, kannst du dir vorstellen, wie dort ein Trompeter zum Gedenken spielt oder einfach das Rauschen der Blätter über den Geschichten der Vergangenheit lauschen. Wer weiß, welche alten Geheimnisse dieser Platz noch hütet?



