Rennes Audio-Tour: Eine Reise durch Rennes' verborgene Juwelen
In Rennes läuteten einst die Glocken von Saint Melaine, um vor nahenden Gefahren zu warnen, und hallten über geheime Gärten und schattige Plätze. Unter den belebten Straßen und friedlichen Parks der Stadt verbirgt sich ein Geflecht aus verborgenen Intrigen, verschwundenen Anführern und geflüsterten Verrätereien. Diese selbstgeführte Audio-Tour enthüllt Geschichten, die zwischen den Blüten des Thabor-Parks und dem Kopfsteinpflaster des La Motte-Platzes verloren gegangen sind. Erkunden Sie in Ihrem eigenen Tempo und entdecken Sie Ecken, die die meisten Besucher nie sehen oder sich auch nur vorstellen können. Warum entzündete sich einst eine politische Rebellion in Sichtweite friedlicher Blumenbeete? Welche mysteriösen Schatten spuken nach Sonnenuntergang in der Kirche Unserer Lieben Frau von Saint Melaine? Welches unwahrscheinliche, gut sichtbare Objekt spielte eine Rolle in einem Skandal des 19. Jahrhunderts? Bewegen Sie sich vom Sonnenlicht in den Schatten, während jeder Schritt neue Schichten und geheime Geschichten enthüllt. Jeder Halt lüftet einen weiteren Schleier und verändert für immer, wie Rennes gesehen und gefühlt wird. Hören Sie die Glocken. Beginnen Sie jetzt mit der Erkundung.
Tourvorschau
Über diese Tour
- scheduleDauer 30–50 minsEigenes Tempo
- straighten2.2 km FußwegDem geführten Pfad folgen
- location_onStandortRennes, Frankreich
- wifi_offFunktioniert offlineEinmal herunterladen, überall nutzen
- all_inclusiveLebenslanger ZugriffJederzeit wiederholen, für immer
- location_onStartet bei Karmeliterkapelle
Stopps auf dieser Tour
Du stehst jetzt vor einem beeindruckenden, steinernen Bauwerk mit einer prächtigen runden Fensterrose und spitz zulaufenden Türmen - halte nach der großen, leicht gelblich…Mehr lesenWeniger anzeigen
Du stehst jetzt vor einem beeindruckenden, steinernen Bauwerk mit einer prächtigen runden Fensterrose und spitz zulaufenden Türmen - halte nach der großen, leicht gelblich wirkenden Fassade am Anfang der Rue Martenot Ausschau. Stell dir vor, du stehst im Jahr 1867 vor der funkelnagelneuen Kapelle der Karmelitinnen, gebaut nach den Plänen des pfiffigen Chanoine Brune, mit fleißigem Hämmern der Bauarbeiter im Hintergrund. Diese Kapelle sieht aus, als wollte sie den Himmel einholen - kein Wunder, denn im Inneren sollten die Gläubigen mal möglichst nah zur Unendlichkeit aufsteigen. Die Fassade schreit geradezu: „Schaut mich an! Ich bin einzigartig!“ Die riesige Rosette dort vorn ist von der Kathedrale von Chartres inspiriert, und das Portal ist ein kreativer Abklatsch aus Montréal - was ihnen wohl fehlte, war nur ein bisschen Fantasie für eigene Ideen! Besonders ist das kleine Medaillon über dem Eingang, das stolz Notre-Dame vom Berg Karmel zeigt. Der Ort hier war aber nicht immer ein ruhiger Fleck für Gebete. Ursprünglich gehörte alles zu einem Karmeliterkloster. Doch die französische Revolution fegte die Karmeliter wie ein Sturm aus der Stadt - weg waren sie, und es blieb still, bis 1856. Da trudelten die entschlossenen Ordensbrüder zurück nach Rennes, zogen noch ein paar Mal um und hatten erst 1860 so richtig genug von der Umzieherei. Dann, endlich, begannen sie hier in aller Ernsthaftigkeit zu bauen. Doch kaum war die Kapelle 1867 geweiht, ging das Drama weiter: 1880 wurden die Karmeliter schon wieder rausgeworfen, diesmal, weil sie die eigensinnigen Verwaltungsregeln Frankreichs ein bisschen zu locker genommen hatten. Puff, das Kloster wurde zur Jungenschule, während die arme Kapelle lange leer stand - wahrscheinlich hörte man hier höchstens das Flattern von Tauben. Dann kamen noch düstere Zeiten: Während der deutschen Besatzung wurde die Kapelle für Wehrmachtsgottesdienste genutzt - mit ganz anderem Klang als die feinen Messgesänge einst. Nach dem Krieg blieb es hier still, voller Erinnerungen und Geschichten in den schweren Steinen. Aber wie das in Rennes so ist: Die Kapelle durfte nicht einfach so in Vergessenheit geraten! 1998 übernahm die evangelische Kirche das Gebäude, und zwischen 2002 und 2015 wurde alles liebevoll renoviert. Heute klingt Lachen durch die große Halle, Gemeindegesang hallt von den neogotischen Wänden, und das Sonnenlicht wirft farbige Muster durch die Fenster. Wenn du genau hinhörst, kannst du die Spuren all dieser Menschen und Epochen fast wie ein Echo spüren. Dies hier ist nicht nur ein Gebäude - es ist ein Zeitzeuge, der dir mit seinem steinernen Lächeln zuflüstert: „Egal was passiert, ich bleibe hier! Und vielleicht reicht dir jemand hinter mir doch noch einen himmlischen Kaffee...“
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Vor dir erhebt sich ein elegantes, helles Gebäude mit vier mächtigen Säulen am Eingang und einem klassisch geschmückten Giebeldreieck - schau einfach nach dem Haus mit den französischen Fahnen und dem kleinen Podest vor der Tür! Stell dir vor, du stehst genau dort, wo vor rund 200 Jahren die Kutschen knirschend auf die Kieselsteine rollten. Das Hôtel de Courcy ist eigentlich ein echter Verwandlungskünstler: Es begann alles um 1830, als Louis Guy Richelot, der Architekt der Stadt, geradezu begeistert war von den italienischen Villen mit ihren luftigen Loggien. Also baute er sich hier seine eigene kleine Ecke Italien direkt in Rennes! Stell dir die modischen Pariser vor, wie sie in Scharen an die neuen Promenaden der Rue de Paris flanieren, während Richelot im hellen Haus seine Entwürfe zeichnet - manchmal vielleicht mit einem Glas Wein am Fenster. Aber keine gute Geschichte ohne Besitzerwechsel! Nach ziemlich wechselhaften Zeiten kauft 1885 die Familie de La Goublaye de Nantois das Anwesen. Und diese Familie beschließt: „Da geht noch mehr!“ Sie engagieren die bekanntesten Künstler der Region: Die Ateliers Jobbé-Duval und Odorico hauchen dem Inneren des Hauses Leben ein. Ab 1886 wird gewerkelt, gestrichen, gemalt und verlegt, sodass sogar die Nachbarn neugierig durchs Fenster spicken - so heißt es zumindest! Die Flure bekommen Fliesen, bunte Friese, goldene Verzierungen und eine Treppe, so grün wie eine Flasche Absinth nach einer langen Nacht. Wenn du heute einen Blick ins Innere werfen könntest, würdest du am Fußboden glitzernde Mosaike entdecken, gefertigt vom berühmten Isidore Odorico. Oben, unter der Decke, fliegt eine Allegorie - ein Wandbild von Jobbé-Duval; es zeigt, wie die Wahrheit den Lauf der Zeit besiegt. Hättest du das erwartet, bei solch klassischer Fassade? Im 20. Jahrhundert dann die nächste Überraschung: Die Familie de Courcy verkauft das Anwesen 1950 an den Staat. Man könnte sagen, das Gebäude wechselt von Ballsaal zu Behördenbüro - eine echte Karrierewende! Plötzlich tummeln sich Verwaltungsbeamte zwischen vergoldeten Stuckdecken. Das Hôtel bleibt trotzdem ein Schmuckstück - obwohl sicher mancher Aktenordner vom eleganten Ambiente überrascht wird. Der richtige Coup kam 1983: Das regionale Parlament von Bretagne übernimmt das gesamte Anwesen! Es war nicht ganz einfach - der Garten hinten war abschüssig, der Platz eng. Aber man hatte große Pläne: Die Architekten lassen hinter dem weißen Prachtbau eine Versammlungshalle in die Erde graben, damit niemand das historische Gesicht des Hauses vermasselt. Nur Glasdächer schauen aus dem Boden und bringen Licht ins Dunkel, begleitet vom beruhigenden Rauschen einer modernen Wasserwand. Und als wäre das nicht genug, steht eine kunstvolle Skulptur von Marta Pan gleich daneben. Mittlerweile gilt das Hôtel als historisches Denkmal - und das auch zu Recht! Seit dem 19. Dezember 1973 stehen die prächtigen Fassaden, die Dächer und das berühmte Treppenhaus unter Schutz. Und wie bei jeder guten alten Villa gibt es noch immer verborgene Ecken: Vielleicht hörst du heute noch hin und wieder das Flüstern von alten Familiengeheimnissen hinter den Wänden. Oder - ganz im Ernst - das leise Knarren der Türen, wenn neue Beamte einziehen. Also, nimm dir eine Minute, um die klassische Schönheit dieses Hauses auf dich wirken zu lassen. Denk an die Pioniere, die hier residierten, an die Künstler und Handwerker, und vielleicht auch an die ein oder andere Büroklammer, die zwischen vergoldeten Stuck und Marmor verloren gegangen ist. Wer weiß - vielleicht spürst du sogar einen Hauch vom italienischen Dolce Vita aus der Zeit von Richelot!
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Vor dir siehst du eine grüne Oase mit großen Bäumen, einem geschwungenen Weg und einem Schild mit der Aufschrift „Square de la Motte“ - einfach nach dem kleinen Zaun und den Steinblöcken links schauen, dann kannst du ihn nicht verfehlen! Stell dir vor, du spazierst jetzt durch den Square de La Motte - den vielleicht entspanntesten Ort im ganzen Trubel der Stadt. Die Vögel zwitschern, der Wind raschelt in den hohen Baumkronen, und du stehst genau dort, wo sich schon seit dem 17. Jahrhundert Menschen zum Flanieren trafen! Damals, als es noch keine Handys und keine Selfies gab, war dies die „Promenade de La Motte“, direkt über dem Fluss Vilaine. Fein angezogen schlenderten die Leute langsam entlang, hielten ein Schwätzchen, und Kinder versuchten, ihre Eltern zu überreden, noch ein bisschen länger zu bleiben. Vielleicht hatten sie auch ein Geheimnis zu erzählen - oder einfach Lust, mit lauter Stimme durchs Grün zu rufen. Im Jahr 1829 wurde hier sogar ein riesiges, prachtvolles Treppenhaus gebaut - als Statussymbol und natürlich als perfekte Bühne für alle „Ich-bin-der-Held-der-Stadt“-Momente. Später, 1901, wurde die Treppe aber einfach abgebaut und an den Thabor-Park am Südeingang versetzt. Da muss man sich mal vorstellen, wie die Nachbarn geguckt haben, als plötzlich eine Treppe verschwindet! Auf der Ostseite steht als stiller Zeuge die Statue für das gefallene 41. Infanterieregiment - 1951 von Pierre Thézé geschaffen. Wenn du magst, kannst du dir vorstellen, wie dort ein Trompeter zum Gedenken spielt oder einfach das Rauschen der Blätter über den Geschichten der Vergangenheit lauschen. Wer weiß, welche alten Geheimnisse dieser Platz noch hütet?
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Hotel Cuillé
Tour kaufen, um alle 14 Tracks freizuschaltenDirekt vor Ihnen sehen Sie ein großes, elegantes Stadthaus mit einem auffällig verzierten Eck-Erker und vielen hohen Fenstern - halten Sie Ausschau nach dem grauen Gebäude, das…Mehr lesenWeniger anzeigen
Direkt vor Ihnen sehen Sie ein großes, elegantes Stadthaus mit einem auffällig verzierten Eck-Erker und vielen hohen Fenstern - halten Sie Ausschau nach dem grauen Gebäude, das den kleinen Platz überblickt und durch seinen charmanten Altstadt-Flair besticht. Stellen Sie sich vor, wie Sie jetzt im 18. Jahrhundert vor dem Hôtel de Cuillé stehen - die Pferdekutschen rumpeln über das Kopfsteinpflaster, Dienstboten huschen an Ihnen vorbei, und im Inneren herrscht ein reges Treiben. Dieses stattliche Haus gehörte einst der wohlhabenden Familie Renouard de Villayer, bevor es von der Familie de Farcy de Cuillé übernommen und großzügig umgebaut wurde. Schon damals hätte man vielleicht ein Fernglas gebraucht, um all die architektonischen Details dieser beeindruckenden Fassade richtig zu bewundern. Doch das Hôtel de Cuillé ist mehr als nur eine schicke Adresse - es ist Schauplatz eines wahren politischen Dramas. Im Jahr 1788, als die französischen Königstreuen und Rebellen sich in den Haaren lagen (und das manchmal nicht nur im übertragenen Sinne), griff ein gewisser Jacques Gabriel Annibal de Farcy beherzt ein. Stellen Sie sich vor, wie plötzlich Soldaten durch die Straßen marschieren, der Puls der Stadt schneller schlägt, weil der König dem Parlament von der Bretagne verbietet, weiter zu tagen. Die armen, rausgeschmissenen Ratsmitglieder stehen nun frierend und empört draußen - was tun? Da öffnet sich gastfreundlich das Tor des Hôtel de Cuillé. Annibal de Farcy lädt mutig das ganze Parlament in sein Wohnzimmer ein - vielleicht gab es damals sogar ein paar diskrete Snacks und heiße Schokolade dazu. Wer weiß, ob im großen Salon darüber hitzig gestritten oder heimlich gelacht wurde? Heute können Sie sich das alles lebhaft vorstellen, während Sie an den kunstvollen Fassaden und Fenstern vorbeischlendern. Wenn Sie genau hinhören, scheint es fast, als ob das Flüstern der historischen Gespräche noch in der Luft liegt. Besonders das prunkvolle Treppenhaus mit seiner geschmiedeten Rampe - das übrigens unter Denkmalschutz steht - erzählt von all den Füßen, die nervös auf und ab gehuscht sind. Und wer weiß: Vielleicht schauen Sie gerade durch genau das Fenster, hinter dem einst über das Schicksal der Bretagne entschieden wurde.
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Hôtel de Cornulier
Tour kaufen, um alle 14 Tracks freizuschaltenWillkommen am letzten Halt unserer Tour - vor dem Hôtel de Cornulier! Schau dir dieses elegante Gebäude mal genau an. Hast du das Gefühl, vielleicht erwartet dich hinter den…Mehr lesenWeniger anzeigen
Willkommen am letzten Halt unserer Tour - vor dem Hôtel de Cornulier! Schau dir dieses elegante Gebäude mal genau an. Hast du das Gefühl, vielleicht erwartet dich hinter den Fenstern ein Graf in Perücke? Gar nicht mal so abwegig! Denn um 1770 gehörte dieses prachtvolle Haus tatsächlich dem Comte de Cornulier - einem richtigen Adligen, der sicherlich mehr Gepäck hatte als ein moderner Tourist am Hauptbahnhof. Stell dir vor, wie es damals auf der Rue Martenot aussah: Pferdekutschen rumpelten vorbei, Bedienstete huschten eifrig durch die Türen und der Duft von frisch gebrannten Mandeln lag in der Luft. Als dann die Stadt Rennes das Gebäude kaufte, wurde daraus das Zuhause des Intendanten der Bretagne, einer Art französischer Super-Chef - Verwaltung mit Stil, sozusagen! Doch dann kam die Französische Revolution! Plötzlich wurden überall die Karten neu gemischt, und das Hôtel de Cornulier wurde zur Schaltzentrale der Macht: Es diente nun als erste Präfektur von Ille-et-Vilaine. Wer hätte gedacht, dass zwischen diesen Mauern einst hitzige Debatten geführt und wichtige Entscheidungen getroffen wurden? Vielleicht geistern die alten Beamtengeister noch durch die Korridore und streiten sich leise um verlegte Dokumente… Heute wohnt hier der Präfekt von Bretagne - der Chef von ganz vielen Chefs in der Region. Und stell dir vor, wenn der einen Kaffee möchte, dann klingelt er einfach - kein Schlangestehen an der Kaffeemaschine! Wer weiß, vielleicht triffst du ihn ja beim nächsten Mal, und dann kannst du sagen: „Ich kenne die ganze Geschichte deines Hauses!“ Damit endet unsere Reise durch Rennes. Ich hoffe, du hattest Spaß - und sei froh, dass du keine Verwaltungssitzung besuchen musst!
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6Palast Saint-Melaine
Tour kaufen, um alle 14 Tracks freizuschaltenVor dir erhebt sich ein elegantes, langgestrecktes Gebäude mit vielen hohen, weißen Fenstern, einem klassischen, dunklen Dach und reich verzierten Giebeln an beiden Enden - halte…Mehr lesenWeniger anzeigen
Vor dir erhebt sich ein elegantes, langgestrecktes Gebäude mit vielen hohen, weißen Fenstern, einem klassischen, dunklen Dach und reich verzierten Giebeln an beiden Enden - halte Ausschau auf der gepflasterten Fläche, dort findest du den Palast. Stell dir vor, du stehst im 17. Jahrhundert, und vor dir wird gerade Stein auf Stein gesetzt - nicht etwa für ein gewöhnliches Haus, nein, für das prächtige Palais Saint-Melaine! Hier, am Rande des heutigen Thabor-Parks, flüsterten einst die Bauleute über die Mächtigen von Rennes und munkelten, welcher Abt wohl als nächster das luxuriöse Leben genießen dürfte. 1666 war es dann soweit: Aus einem einfachen Palast wurde ein echtes Herrenhaus für die Äbte - klar, die wollten schließlich nicht im Zelt übernachten! Später, im Jahr 1720, war noch eine kleine Erweiterung fällig, damit die Bewohner ein bisschen mehr Ruhe hatten, denn, mal ehrlich, wer möchte schon direkt an der Straße wohnen und dem Lärm der Pferdekutschen lauschen? Um 1770 bekam das Gebäude dann das elegante Aussehen, das du heute siehst. Was du dir kaum vorstellen kannst: Hinter diesen Fensterreihen lebte damals François Bareau de Girac, der sich hier ein kleines Paradies schuf. Aber Schluss mit der Ruhe - ab 1840 raschelten statt liturgischer Gewänder plötzlich Bücherseiten, denn das Gebäude wurde zum Museum für Naturgeschichte und Kunst. Und wenn du ganz genau hinhörst, meinst du vielleicht noch, den Flügelschlag einer längst ausgestorbenen Art zu vernehmen, während ein Professor sich fragt: Ist das nun ein Fossil oder mein altes Pausenbrot? Im 20. Jahrhundert war hier keine Langeweile angesagt - erst stapelten angehende Juristen ihre Gesetzesbücher zur Decke, dann, im Ersten Weltkrieg, wurde das Palais zum Krankenhaus und zeugte von Geschichten voller Hoffnung, Mut und Genesung. Und als wäre das alles nicht schon spannend genug, wohnten zwischen 1979 und 2019 die wichtigsten Schulchefs der ganzen Region hier. Heute steht das Palais leer und wartet gespannt darauf, was wohl als Nächstes passiert. Vielleicht machst du ja die nächste große Entdeckung - aber bitte nicht ins Museum stecken, Andreas würde dich vermissen!
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Église Notre-Dame en Saint-Melaine
Tour kaufen, um alle 14 Tracks freizuschaltenGeradeaus siehst du eine majestätische Kirche mit einem auffälligen achtkantigen Turm, der von einer goldenen Marienstatue gekrönt wird - halte nach dem höchsten Punkt der Gegend…Mehr lesenWeniger anzeigen
Geradeaus siehst du eine majestätische Kirche mit einem auffälligen achtkantigen Turm, der von einer goldenen Marienstatue gekrönt wird - halte nach dem höchsten Punkt der Gegend Ausschau, der sich direkt am Rand des Thabor-Parks erhebt. Stell dir vor: Wir schreiben das Jahr 530, die Sonne ist gerade untergegangen und eine geheimnisvolle Stille liegt über Rennes. Da bringen einige Männer einen ganz besonderen Schatz: den Leichnam des allerersten Bischofs der Stadt, den berühmten heiligen Melaine, dessen Rat sogar der große König Chlodwig einmal gesucht haben soll. Die Legende sagt, sein Körper sei wie von Zauberhand mit einem Boot am Ufer gestrandet. Genau hier beginnt die Geschichte dieses eindrucksvollen Gotteshauses! Ursprünglich wurde die Kirche direkt auf dem Grab des Heiligen erbaut. Doch wer Geschichte mag, weiß: Es bleibt selten ruhig! Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrfach Opfer von Feuer - und jedes Mal bauten die frommen Leute von Rennes es tapfer wieder auf. Stell dir die mutigen Mönche vor, die im 10. Jahrhundert sogar die Gebeine ihres Schutzpatrons retten mussten, als plündernde Krieger die Gegend unsicher machten. Mit geheimnisvoller Eile entkamen sie, bevor sie viele Jahre später triumphal zurückkehren konnten. Im Mittelalter entwickelte sich die Abtei zu einem bedeutenden Klosterzentrum. Hier wurde diskutiert, gebetet, manchmal gestritten - und so mancher Bischof in den Ruhestand geschickt. Eine kleine Anekdote: Im 11. Jahrhundert schickte der Graf von Rennes verzweifelt eine Mission los, um einen Supermönch zu finden, der das Kloster aus seinem Dornröschenschlaf wecken sollte. Man brachte einen frommen Mann aus Saumur namens Even mit, der es schaffte, nicht nur die alten Mauern, sondern auch die klösterliche Stimmung wiederzubeleben. Und damit nicht genug: Durch diplomatisches Geschick und viel Hartnäckigkeit holte man sogar wertvolle Reliquien des Heiligen aus Reims zurück nach Rennes - da wäre selbst Indiana Jones neidisch! Während der Jahrhunderte wurde gebaut, restauriert, neu gestaltet - und ganz besonders der markante Turm prägte ab 1676 das Stadtbild. Man entschied sich sogar, die Turmfassade aus hellgelbem Kalkstein besonders prächtig zu verzieren: Fruchtkörbe, tanzende Engelchen (Cherubim!) und - mein persönliches Highlight - ein steinerner Mönch mit Bischofsstab, höchstwahrscheinlich der Heilige Melaine himself, schauen dir nun von oben tief in die Augen. Wenn du Glück hast, erwischst du gerade einen Sonnenstrahl, der die goldene Marienstatue auf der Turmspitze in himmlisches Licht taucht. Im Inneren warten weitere Überraschungen: Eine Mischung aus romanischer Wucht und gotischer Eleganz empfängt dich, mit dicken, uralten Mauern, durch die der Duft von Jahrhunderten zu strömen scheint. Hier stehen noch Säulen aus dem elften Jahrhundert - denk mal daran, wie viele Generationen hier gebetet, geweint und gelacht haben! Wenn du die Fenster hochblickst, siehst du bunte Glaskunst, die eine dramatische Geschichte erzählt: Als 1943 der Himmel über Rennes von Bomben erleuchtet wurde, ging ein wunderschönes Fenster zu Bruch. Jahrzehntelang wurde der Schaden notdürftig mit Plexiglas abgedeckt, bis die Stadt das Kunstwerk restaurieren ließ. Nun funkelt das Meisterwerk aus der Werkstatt der Brüder Rault wieder in allen Farben - ein bisschen wie ein Regenbogen aus Licht, den die Menschen von Rennes sich einfach nicht nehmen ließen. Und wenn du einmal das Glück hast, ein Orgelkonzert zu erleben, dann spürst du die ehrwürdige Luft beben - denn hier stehen gleich zwei prächtige Orgeln, die größte mit drei Manualen und 40 Registern. Die kleinere Orgel hat ihre eigenen Abenteuer erlebt: Ursprünglich diente sie den Karmeliten, wechselte dann durch mehrere Kirchen und wurde am Ende liebevoll restauriert, so dass ihre Pfeifen heute wieder mit der Kirche um die Wette singen. Noch ein kleiner Tipp zum Staunen: Im Kreuzgang nebenan findest du schlanke Säulen mit kunstvoll gemeißelten Kapitellen, mal verschlungene Pflanzen, mal geheimnisvolle Masken - alles handgemacht und über 800 Jahre alt. Einige dieser Steine stehen heute zwar im Museum, aber man spürt im Hof immer noch das mittelalterliche Flüstern. Witzige Randnotiz: Im 18. Jahrhundert gab es ordentlich Streit zwischen den Mönchen und dem Bischof, wer hier eigentlich das Sagen hat - am Ende, wie so oft, gewann die Bürokratie. Heute ist die Kirche ein wunderbar vielfältiger Mix aus Stilen - ein bisschen Romanik, etwas Gotik, dazu klassizistische Eleganz und darüber die leuchtende Madonna, die, falls du mal den Weg verlierst, von fast überall in Rennes als gute Orientierung dient. Gönn dir einen Moment, spür in dich hinein und frag dich: Welche Geheimnisse mag dieses ehrwürdige Gemäuer wohl noch hüten? Bereit weiterzuziehen? Wir nehmen nun Kurs auf den Park Thabor - der nächste Halt wartet schon auf uns! Fasziniert von der Architektur, der Organe oder der Abtei Saint-Melaine? Lassen Sie uns darüber sprechen! Weitere Informationen finden Sie im Chat-Bereich.
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8Parc du Thabor
Tour kaufen, um alle 14 Tracks freizuschaltenVor Ihnen liegt der beeindruckende Thabor-Park: Halten Sie Ausschau nach einer eleganten Orangerie mit großen Rundbögen, umgeben von bunten Blumenbeeten, einem plätschernden…Mehr lesenWeniger anzeigen
Vor Ihnen liegt der beeindruckende Thabor-Park: Halten Sie Ausschau nach einer eleganten Orangerie mit großen Rundbögen, umgeben von bunten Blumenbeeten, einem plätschernden Brunnen und altem Baumbestand - schon sind Sie am Ziel! Willkommen im Parc du Thabor - ein Ort, der die Fantasie beflügelt! Stellen Sie sich vor: Vor über 400 Jahren war dieses herrliche Gelände gar kein Park, sondern eine einfache, stattliche Anhöhe - ein Kräutergarten und Obstwiese der Mönche von Saint-Melaine. Nur Männer durften damals hinein, und der Duft von frischen Äpfeln und feuchter Erde lag in der Luft. Niemand ahnte, dass hier einmal Stadtgeschichte geschrieben wird! Der Name „Thabor“ stammt übrigens nicht von irgendwoher, sondern von einem berühmten biblischen Berg in Israel. Vielleicht dachten die Benediktinermönche: „Wenn wir schon keine eigene Arche bauen, nehmen wir wenigstens den Namen vom Berg Moses!“ Im Mittelalter war alles noch ummauert, der Park bestand nur aus den Ländereien der Mönche. Doch nach dem verheerenden Brand von Rennes 1720, als das Feuer loderte und die Stadt in Aufruhr war, wurde das Gelände plötzlich sehr begehrt - hier entstand sogar der Bischofssitz! Man sagt, es sei zugegangen wie in einer Folge moderner Stadtplanung: Jeder wollte ein Stück vom „Leckerbissen Thabor“ abhaben. Als die Revolution kam, wurde alles umgewälzt - Klostergärten gingen ans Volk und aus Privilegien wurden Spazierwege für alle! Die Stadt eröffnete 1793 die Promenade für Bürger und - oh la la! - legte sogar einen botanischen Garten an. Am Anfang durfte niemand einfach so hineinspazieren, es gab Streit mit dem Bischof, weil Besucher zu dicht an seine Fenster kamen. Erst als ein neuer Zugang gebaut wurde, atmete der Bischof auf und brummte nicht mehr wie ein Mops am Fenster. Im 19. Jahrhundert baute man kräftig um und zu: Immer neue Parzellen wurden gekauft, die alte Kirche von Saint-Jean abgerissen und der Eingang zur Place Saint-Melaine geschaffen. Nun wussten die Bürger: Das ist unser Stadtpark! Und dann kamen die Bühler-Brüder, berühmte Landschaftsarchitekten! Mit präzisem Augenmaß schufen sie nicht nur streng symmetrische französische Gärten - mit akkurat gestutzten Hecken und lustigen Blümchenrabatten - sondern auch einen luftigen, romantischen englischen Garten und den berühmten botanischen Garten. Es ist als hätte jemand England, Frankreich und ein Tropenhaus in einen einzigen Topf geworfen, und am Ende kam Thabor heraus! Zwischen Singvögeln, exotischen Pflanzen und duftenden Rosen konnte man nun flanieren. Noch heute treffen sich hier Rennstädter aller Couleur. Wissen Sie, das „Carré Du Guesclin“ im Park gilt als ein wahres Kleinod: Eine gepflegte Rasenfläche, flankiert von alten Kastanien und voller farbenfroher Blumen. Hier steht auch die berühmte Julisäule - ein Denkmal für zwei junge Rennais, die bei der Revolution 1830 gefallen sind. Im Schatten der Kastanienbäume kann man im Sommer den Lärm der Stadt beinahe vergessen - außer vielleicht, wenn ein Kind jubelnd über den Kiesweg rennt oder irgendwo ein Ball frech davonhüpft. Und dann gibt es noch das „Enfer“ - zu Deutsch: die „Hölle“! Warum ausgerechnet dieser Name? Nun, die Mönche hatten auf diesem Gelände einen riesigen Graben ausheben lassen, angeblich um Wasser zu speichern, aber eigentlich machten sie lieber Bootsausflüge auf ihrer kleinen Pfütze. Der Bischof ärgerte sich darüber so sehr, dass er fauchte: „Das ist die Hölle!“ Später duellierte man sich dort sogar im Morgengrauen - zum Glück überlebten die meisten, aber wahrscheinlich mehr vor Angst als aus Geschick! Im Laufe der Jahre wurde der Park ständig weiterentwickelt. Es gab bunte Blumenmosaike zu Ehren der Comicfiguren - stellen Sie sich vor, Asterix und die Schlümpfe auf einem Teppich aus Petunien! Heute geht’s etwas ruhiger zu - aber die floralen Prachtstücke bleiben beeindruckend, egal ob Frühjahr, Sommer oder Herbst. Und was wäre ein Stadtpark ohne Orangerie, prächtige Serre und Musikpavillon? All das wurde im 19. Jahrhundert nach Großstadtart gebaut, voller Stolz auf botanische Schätze und gläserne Kuppeln. In den Gewächshäusern wachsen nicht mehr wie in früheren Zeiten tropische Raritäten, doch es gibt immer noch eine stattliche Sammlung von Kakteen. Im Botanischen Garten haben Besucher die Chance, Pflanzen nach Farben und Eigenschaften zu entdecken: Rot für Heilpflanzen, Gelb für Industrie, Weiß für essbare und Schwarz für eher giftige Kollegen - spannend, oder? Wenn Sie also mal jemanden mit einer roten Blume in der Hand sehen, besser fragen, ob er weiß, was er tut! Tja, und der Park wäre nicht der Lieblingsort der Rennais, wenn er nicht Jahr für Jahr liebevoll gepflegt würde. Jede Saison überrascht mit neuen Blumenkreationen; über 3000 verschiedene Pflanzenarten bestaunen Touristen und Einheimische aus aller Welt. Schließen Sie ruhig einen Moment die Augen, hören Sie dem Rauschen der Bäume, dem Lachen der Kinder und dem rhythmischen Plätschern des Brunnens zu. Willkommen in Renne's blumigem Paradies! Sind Sie bereit, tiefer in die Situation, die Einrichtungen oder die Artenvielfalt einzutauchen? Begleiten Sie mich im Chat-Bereich zu einer bereichernden Diskussion.
Eigene Seite öffnen →Französischer Botanischer Garten
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Rue de la Palestine
Tour kaufen, um alle 14 Tracks freizuschaltenVor dir erstreckt sich eine ruhige, gepflasterte Straße mit eleganten, blassgelben Stadthäusern auf der linken Seite - halte einfach Ausschau nach den schicken Fassaden und den…Mehr lesenWeniger anzeigen
Vor dir erstreckt sich eine ruhige, gepflasterte Straße mit eleganten, blassgelben Stadthäusern auf der linken Seite - halte einfach Ausschau nach den schicken Fassaden und den parkenden Autos am rechten Straßenrand. Willkommen in der Rue de la Palestine! Du stehst jetzt an einer Straße, die nicht nur einen ganz besonderen Namen trägt, sondern auch voller kleiner Geheimnisse steckt. Atme tief ein - riechst du das? Vielleicht ein Hauch von frisch gemähtem Rasen aus dem nahen Parc du Thabor oder das leise Knarren alter Haustüren, als wollten die Häuser dir Geschichten zuflüstern. Es fühlt sich hier ein bisschen an, als spazierte man durch einen Roman, oder? Aber Achtung, hier spuken eher Geschichten und weniger Gespenster. Diese Straße verbindet heute die Avenue de Grignan mit dem Boulevard de Metz und grenzt bei einem Drittel ihrer Länge direkt an die hohe Mauer des herrlichen Thabor-Parks. Im 19. Jahrhundert hat sich hier einiges getan: Damals hat der Stadtrat entschieden, dass die Straße bis zum Boulevard de la Duchesse Anne verlängert wird - und damit wurde sie ein echtes Verbindungsstück im Stadtbild. Ihr Name klingt, als wäre er aus „1001 Nacht“ geklaut. Tatsächlich kommt er aber von zwei Landhäusern, die „la grande et la petite Palestine“ hießen - damals noch am Ende der Straße gelegen. Doch warum „Palästina“? Die Mönche der nahegelegenen Benediktinerabtei Saint-Melaine hatten offenbar eine Vorliebe für Bibelgeschichten und haben den Namen schon im 17. Jahrhundert auf verschiedene Grundstücke verteilt. Man stelle sich das vor: Man schlendert von Haus zu Haus und jeder Gartenzaun trägt einen Hauch Heiliges Land. Früher hieß die Straße Rue du Thabor, aber ab 1813 taucht sie als Ruelle de la Palestine in den alten Karten auf - und durch zahlreiche Umbauten und kleine Knicke im Verlauf bekam sie ihr heutiges, charmantes Aussehen. Und wenn du gleich weitergehst, kannst du auf der linken Straßenseite so einige stolze Stadthäuser entdecken: Beim Hôtel de la Vicomté an Nummer 3, mit seinen Renaissance-Anklängen, fühlte man sich früher wie ein echter Adliger. Vielleicht kommen deshalb die Mülltonnen da vorne immer so majestätisch daher. Am Ende der Straße, bei der Villa Palestine, wartet noch ein letzter Gruß aus alten Tagen - also einmal umdrehen und winken nicht vergessen! Bereit für das nächste Abenteuer?
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Parc du Thabor
Tour kaufen, um alle 14 Tracks freizuschaltenDirekt vor dir erstreckt sich ein elegantes, einladendes Gebäude mit hohen, runden Fenstern und einer sonnigen Terrasse, umgeben von bunten Blumenbeeten und Palmen - um es zu…Mehr lesenWeniger anzeigen
Direkt vor dir erstreckt sich ein elegantes, einladendes Gebäude mit hohen, runden Fenstern und einer sonnigen Terrasse, umgeben von bunten Blumenbeeten und Palmen - um es zu finden, schau einfach entlang des geschwungenen Kieswegs, der dich direkt darauf zuführt. Willkommen im Herzen des Quartiers Thabor - Saint-Hélier - Alphonse Guérin! Während du hier stehst, kannst du dir vorstellen, wie die Geschichte dieses Stadtteils in den Straßen, Gärten und am Fluss pulsiert - ganz so, als würdest du auf eine Zeitreise gehen, während um dich herum das leise Plätschern des Brunnens und das Zwitschern der Vögel die Szenerie erfüllen. Aber halt dich fest, mein Spazierfreund, denn dieses Viertel hat mehr Facetten als eine Zwiebel - und jede Schicht bringt ihre eigene kleine Überraschung! Der Teil Alphonse Guérin erstreckt sich bossig nördlich der Avenue Sergent Maginot, geteilt durch die wilde Vilaine - ein Fluss, der aussieht, als hätte er beim Stadtplan etwas zu sagen gehabt! Auf einer Seite stampft und rattert die Bahn, mit ihren Schienen und alten Lagerhäusern, während die andere Seite einen grünen Charme versprüht: Hier startet die Promenade des Bonnets Rouges. Der Name klingt erst nach Hutmode, tatsächlich geht es aber um einen berüchtigten Volksaufstand, denn rote Mützen waren damals das Markenzeichen des Widerstands - heute jedoch flaniert man hier friedlich mit Hund, Kind und Croissant am Ufer der Vilaine, immer einen neugierigen Blick auf die Schwäne werfend. Die Wohnhäuser wechseln zwischen imposanten Stadtvillen entlang der Avenue Sergent Maginot und gemütlichen Einfamilienhäusern dahinter, als hätte man Baumeister und Märchenerzähler zugleich ans Werk gelassen. Und kaum ist man durch den Blättervorhang der Nordseite spaziert, öffnet sich weit im Osten beim Terrasses du Vertugadin ein Amphitheater aus Gras - der perfekte Platz, um sich wie ein antiker Dichter zu fühlen. Manchmal, wenn der Wind durch die Terrassen streicht, fühlt es sich an, als würde die Vergangenheit kurz über die Gegenwart streichen und leise flüstern: "Setz dich, genieß den Moment - der nächste Zug kommt bestimmt!" Apropos Züge - das Viertel lebt nicht nur von den Spuren vergangener Aufstände, sondern auch von der Nähe zu den Bahngleisen und modernen Metrostationen wie Pont de Châteaudun, Robidou oder Pont de Strasbourg. Hier rauscht die Stadt an dir vorbei, aber ein geübtes Ohr hört trotzdem noch das Echo der Bonnet-Rouges und das Lachen der Schüler der nahegelegenen Schulen wie dem Lycée Charles Tillon oder der Schule Pablo Picasso. Setz du deine Reise nach Nordosten fort, landest du im Quartier Fougères - Sévigné. Hier brummt das studentische Leben, rund um die Fakultät für Recht und Politik und das berühmte IEP. Oft weht der Duft von frischgedruckten Büchern durch die geöffneten Bibliotheksfenster, manchmal vermischt mit dem Kichern nervöser Studenten kurz vor der Prüfung. Zwischen traditionsreichen Schulen und der Uni schwingen kleine Cafés und Parks wie der Parc des Tanneurs den Taktstock der Lebensfreude - ja, Lernen kann hier beinahe Spaß machen! Geografisch schließt direkt daran das Viertel Saint-Hélier an, das östlich an das Zentrum grenzt und sich wie ein Brückenbauer zwischen Alltag und Abenteuer präsentiert: Hier schlängelt sich die Rue Saint-Hélier, flankiert von Geschäften, duftet es nach frischem Baguette und Bohnenkaffee, und das Theater National de Bretagne lockt mit spektakulären Aufführungen - es fehlt eigentlich nur noch ein Zirkus, um den Tag perfekt zu machen. Fast hätte das Viertel im 19. Jahrhundert durch den Eisenbahnbau eine zweite "Goldgräberzeit" erlebt, so wild wurde hier spekuliert. Deshalb nennen einige Bewohner den flussnahen Teil ironisch "La Petite Californie". Doch das echte Gold, das sind die Geschichten, die Kinderlachen, das schwere Summen der Grands Moulins de Rennes beim Mahlen und das stete Kommen und Gehen am Gare de Rennes. Und als letztes Puzzlestück fügt sich das Viertel Thabor - Paris ein. Großzügig, mit seinen legendären Parks - du stehst gerade direkt davor, und kannst das frische Gras riechen, das Sonnenlicht auf der Haut spüren und die elegante Promenade entlangschlendern. Ob im berühmten Parc du Thabor selbst oder im botanisch reichen Parc Oberthür - überall regiert die Ruhe, nur unterbrochen vom leisen Schnattern der Enten oder dem Platschen eines vorbeispringenden Hundes am Teichufer. Hier verschmelzen Luxusimmobilien und Studentenbuden, antike Villen und moderne Co-Working-Spaces, sodass du beim nächsten Akt deines Spaziergangs vermutlich genauso einen Professor wie einen Straßenmusiker treffen könntest - beide bereit, mit dir über Kunst, Käse oder das beste Brot der Stadt zu diskutieren. Was bleibt nach so viel Geschichte, Bewegung und Lebendigkeit? Vielleicht einfach die Lust, weiter durch dieses Viertel zu schlendern, die Augen wie ein echter Schatzsucher offen zu halten - denn zwischen Park, Fluss, Schule und Bahn ist immer eine neue Entdeckung möglich!
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Rue de Paris
Tour kaufen, um alle 14 Tracks freizuschaltenVor dir erstreckt sich eine langgezogene Straße mit klassischen bretonischen Stadthäusern zu beiden Seiten - halte einfach Ausschau nach den charmanten Fassaden und dem leichten…Mehr lesenWeniger anzeigen
Vor dir erstreckt sich eine langgezogene Straße mit klassischen bretonischen Stadthäusern zu beiden Seiten - halte einfach Ausschau nach den charmanten Fassaden und dem leichten Knick in der Straße, und schon weißt du, dass du richtig bist! Stell dir vor, du stehst hier - genau dort, wo seit Jahrhunderten viele Bretons ihre Reise nach Paris begannen oder beendeten. Die Rue de Paris trägt ihren Namen nicht umsonst: Sie war DER Weg nach Paris! Früher rumpelten Kutschen über dieses Pflaster, Händler riefen sich lauthals zu, und Reisende mit großen Träumen verließen die Stadtgrenzen. Heute wirkt es fast friedlich, aber gib acht - unter der Oberfläche schlummert Geschichte! Linker Hand, die monumentale Süd-Eingang zum Thabor-Park, einmal tief durchatmen, das fühlt sich fast an wie ein königlicher Empfang. Und siehst du die Häuser mit den Nummern? Das Hôtel Maulion, früher ein Treffpunkt der feinen Gesellschaft, die alte Druckerei Oberthur, aus der nicht nur Zeitungen, sondern sicher auch das eine oder andere pikante Geheimnis sickerte. Nummer 82 war einmal Sitz einer der berühmtesten Familien von Rennes! Es gibt sogar ein ehemaliges Zollhaus - stell dir vor, du hättest hier damals deine Taschen öffnen müssen. Und die Schule Saint-Vincent, die heute Kinderlachen beherbergt, hat sicher schon viele Generationen von Schlaubergern gesehen. Also, halte die Augen offen, lausche dem Echo vergangener Zeiten und wer weiß, vielleicht begegnet dir ja auf dem Bürgersteig noch ein Reisender aus einer anderen Epoche - aber keine Sorge, nach Paris läuft heute niemand mehr mit Pferd und Wagen!
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