AudaTours logoAudaTours

Station 11 von 13

Parc du Thabor

headphones 03:54 Tour kaufen, um alle 14 Tracks freizuschalten
Parc du Thabor

Vor dir erhebt sich ein elegantes, helles Gebäude mit vier mächtigen Säulen am Eingang und einem klassisch geschmückten Giebeldreieck - schau einfach nach dem Haus mit den französischen Fahnen und dem kleinen Podest vor der Tür!

Stell dir vor, du stehst genau dort, wo vor rund 200 Jahren die Kutschen knirschend auf die Kieselsteine rollten. Das Hôtel de Courcy ist eigentlich ein echter Verwandlungskünstler: Es begann alles um 1830, als Louis Guy Richelot, der Architekt der Stadt, geradezu begeistert war von den italienischen Villen mit ihren luftigen Loggien. Also baute er sich hier seine eigene kleine Ecke Italien direkt in Rennes! Stell dir die modischen Pariser vor, wie sie in Scharen an die neuen Promenaden der Rue de Paris flanieren, während Richelot im hellen Haus seine Entwürfe zeichnet - manchmal vielleicht mit einem Glas Wein am Fenster.

Aber keine gute Geschichte ohne Besitzerwechsel! Nach ziemlich wechselhaften Zeiten kauft 1885 die Familie de La Goublaye de Nantois das Anwesen. Und diese Familie beschließt: „Da geht noch mehr!“ Sie engagieren die bekanntesten Künstler der Region: Die Ateliers Jobbé-Duval und Odorico hauchen dem Inneren des Hauses Leben ein. Ab 1886 wird gewerkelt, gestrichen, gemalt und verlegt, sodass sogar die Nachbarn neugierig durchs Fenster spicken - so heißt es zumindest! Die Flure bekommen Fliesen, bunte Friese, goldene Verzierungen und eine Treppe, so grün wie eine Flasche Absinth nach einer langen Nacht. Wenn du heute einen Blick ins Innere werfen könntest, würdest du am Fußboden glitzernde Mosaike entdecken, gefertigt vom berühmten Isidore Odorico. Oben, unter der Decke, fliegt eine Allegorie - ein Wandbild von Jobbé-Duval; es zeigt, wie die Wahrheit den Lauf der Zeit besiegt. Hättest du das erwartet, bei solch klassischer Fassade?

Im 20. Jahrhundert dann die nächste Überraschung: Die Familie de Courcy verkauft das Anwesen 1950 an den Staat. Man könnte sagen, das Gebäude wechselt von Ballsaal zu Behördenbüro - eine echte Karrierewende! Plötzlich tummeln sich Verwaltungsbeamte zwischen vergoldeten Stuckdecken. Das Hôtel bleibt trotzdem ein Schmuckstück - obwohl sicher mancher Aktenordner vom eleganten Ambiente überrascht wird.

Der richtige Coup kam 1983: Das regionale Parlament von Bretagne übernimmt das gesamte Anwesen! Es war nicht ganz einfach - der Garten hinten war abschüssig, der Platz eng. Aber man hatte große Pläne: Die Architekten lassen hinter dem weißen Prachtbau eine Versammlungshalle in die Erde graben, damit niemand das historische Gesicht des Hauses vermasselt. Nur Glasdächer schauen aus dem Boden und bringen Licht ins Dunkel, begleitet vom beruhigenden Rauschen einer modernen Wasserwand. Und als wäre das nicht genug, steht eine kunstvolle Skulptur von Marta Pan gleich daneben.

Mittlerweile gilt das Hôtel als historisches Denkmal - und das auch zu Recht! Seit dem 19. Dezember 1973 stehen die prächtigen Fassaden, die Dächer und das berühmte Treppenhaus unter Schutz. Und wie bei jeder guten alten Villa gibt es noch immer verborgene Ecken: Vielleicht hörst du heute noch hin und wieder das Flüstern von alten Familiengeheimnissen hinter den Wänden. Oder - ganz im Ernst - das leise Knarren der Türen, wenn neue Beamte einziehen.

Also, nimm dir eine Minute, um die klassische Schönheit dieses Hauses auf dich wirken zu lassen. Denk an die Pioniere, die hier residierten, an die Künstler und Handwerker, und vielleicht auch an die ein oder andere Büroklammer, die zwischen vergoldeten Stuck und Marmor verloren gegangen ist. Wer weiß - vielleicht spürst du sogar einen Hauch vom italienischen Dolce Vita aus der Zeit von Richelot!

arrow_back Zurück zu Rennes Audio-Tour: Eine Reise durch Rennes' verborgene Juwelen

AudaTours: Audioguides

Unterhaltsame, budgetfreundliche, selbstgeführte Stadtrundgänge

App ausprobieren arrow_forward

Beliebt bei Reisenden weltweit

format_quote Diese Tour war eine großartige Möglichkeit, die Stadt zu sehen. Die Geschichten waren interessant, ohne zu konstruiert zu wirken, und ich liebte es, in meinem eigenen Tempo erkunden zu können.
Jess
Jess
starstarstarstarstar
Tbilisi-Tour arrow_forward
format_quote Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
Christoph
starstarstarstarstar
Brighton-Tour arrow_forward
format_quote Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
John
John
starstarstarstarstar
Marseille-Tour arrow_forward

Unbegrenzte Audioguides

Schalten Sie Zugriff auf JEDE Tour weltweit frei

0 Touren·0 Städte·0 Länder
all_inclusive Unlimited erkunden